Berlin, 19.06.2018. Unter Angehörigen der Opfer des Attentats auf den Berliner Weihnachtsmarkt macht sich Empörung breit. Hintergrund sind die bewilligten […]
«Zahlungen an Angehörige von Berliner Terrortoten – Gibt es Opfer erster und zweiter Klasse?

Berlin, 19.06.2018. Unter Angehörigen der Opfer des Attentats auf den Berliner Weihnachtsmarkt macht sich Empörung breit. Hintergrund sind die bewilligten Entschädigungszahlungen. Teilweise handelt es sich dabei um Opferrenten von nur etwas mehr als 100 EUR im Monat – für Menschen, die Partner, Eltern oder Verwandte verloren haben, ein Affront. Die „Leistungsempfänger“ müssen zudem nachweisen, dass sie eine psychische Schädigung in Folge des Anschlages haben.
Frauke Petry, MdB (Blaue Partei) und Mitglied des Sächsischen Landtages, kritisiert scharf:
„Die Beispiele offenbaren, wie gleichgültig Opfer in Deutschland abgespeist werden, denen durch das Versagen einer ganzen Kette von hochbezahlten Verantwortungsträgern in Regierung und Behörden geliebte Menschen genommen wurden. Nachdem die Stelle des Anschlages lange nur durch einen Bauzaun äußerst primitiv und würdelos gekennzeichnet wurde, sind sich die Bundesbehörden nun nicht mal mehr zu schade, den Betroffenen im Nachhinein noch mit beschämend deutscher Gründlichkeit finanziell die sprichwörtlich kalte Schulter zu zeigen.
Wer die Berliner Opfer derart peinlich vorführt, muss sich die Frage gefallen lassen, ob er im Berliner Elfenbeinturm nicht gewisse Geschädigte bevorteilt und andere am ausgestreckten Arm verhungern lässt. Jenen nämlich, die sich unter dem Deckmantel verschiedenster angeblicher Bedrohungslagen nach Europa begeben, werden Barrieren nur zu gern und vor allem möglichst großzügig beiseite geräumt. Andere, vor allem die, die ‚schon länger hier leben‘, müssen sich ob derartiger Unverfrorenheiten wundern, ob sich nicht längst Opfer zweiter Klasse geworden sind.“


