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„Die im Herbst 2015 von der Polizei in Bayern eingeführten BMW i3 haben sich nicht als Streifenwagen bewährt. Das Elektroauto […]

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+++ E-Autos: Die bittere Realität +++

+++ E-Autos: Die bittere Realität +++

„Die im Herbst 2015 von der Polizei in Bayern eingeführten BMW i3 haben sich nicht als Streifenwagen bewährt. Das Elektroauto habe mit 160 km eine zu geringe Reichweite und eine zu geringe Nutzlast, berichten die Nürnberger Nachrichten. Auch dauere das Laden des Akkus mit sechs bis acht Stunden zu lange, heißt es heute im Ministerium. „Das Fahrzeug eignet sich nicht als Standardstreifenwagen“, zitiert die Zeitung Polizeipressesprecher Michael Siefener. Das Auto biete auch viel zu wenig Platz für die persönliche Schutzausrüstung der Beamten. Auf der Rückbank würden Festgenommene eingezwängt sitzen.“

Es kommt einem so vor, wie das unbelehrbare Kind, welches unbedingt auf die heiße Herdplatte fassen möchte, um sich höchstpersönlich von dessen Gefahr zu überzeugen. Fast könnte man über diesen Erkenntnisgewinn der Behörden lachen, wären solche Anschaffungen nicht mit dem sauerverdienten Steuergeld der Bürger finanziert worden.

Jeder normaldenkende Mensch beschäftigt sich bereits vor einer Anschaffung mit dem Objekt seiner Begierde. Je nach Investitionsumfang mehr oder weniger intensiv. Würde ein Manager in der freien Wirtschaft solch eine Fehlinvestition verursachen, könnte er sich alsbald nach einem neuen Arbeitgeber umsehen. Nur in deutschen Behörden heißt es lapidar „Das konnte ja vorher keiner wissen“. Diese Geschichte verdient mindestens einen Eintrag in das „Schwarzbuch der Steuerzahler“ und darüber hinaus persönliche Konsequenzen der Verantwortlichen. Letztgenanntes setzt allerdings Einsicht voraus und diese scheint auch im Jahr 2020 rar gesät zu sein.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Elektroautos-taugen-nicht-als-Streifenwagen-fuer-Bayerns-Polizei-4641786.html