„Der Rundfunkbeitrag soll aus Sicht der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) um 86 Cent auf monatlich 18,36 […]
«+++ Rundfunkbeitragserhöhung +++

„Der Rundfunkbeitrag soll aus Sicht der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) um 86 Cent auf monatlich 18,36 Euro steigen. Bisher liegt der Beitrag für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk bei 17,50 monatlich pro Haushalt. Die KEF übergab ihren Bericht mit dieser Empfehlung an die Bundesländer, die über den Entwurf entscheiden müssen. Die Erhöhung soll zum 1. Januar 2021 in Kraft treten.“
Erst kürzlich berichteten wir hier über das behördliche Gedankenspiel, den Rundfunkbeitrag zu einem teureren „Medienbeitrag“ umzubauen, um somit auch ausgewählte Zeitungsverlage zu subventionieren und nun droht bereits die nächste Preissteigerung. Der ursprüngliche Sinn der Rundfunkanstalten war eine Grundversorgung der Bevölkerung mit Informationen, ergo Nachrichten. Dieser Grundgedanke ist schon lange verloren gegangen. Die Öffentlich-Rechtlichen blähen sich auf, jedes Bundesland verfügt über mindestens einen eigenen TV- und Radiosender. Von Grundversorgung kann auch angesichts von Unterhaltungsshows und -serien keine Rede mehr sein. Hier wäre es angebracht endlich einmal den Rotstift anzusetzen oder zumindest diese Formate mit Werbung bzw. durch eine Bezahlschranke zu finanzieren, wie es andere Sender seit Jahren erfolgreich praktizieren. Darüber hinaus bleibt die Frage, weshalb wir im Zeitalter der fast gänzlich uneingeschränkten Informationsvielfalt überhaupt noch ein historisches Relikt, wie eine „Nachrichtengrundversorgung“ benötigen.
https://www.zeit.de/kultur/2020-02/gez-rundfunkbeitrag-erhoehung-rundfunkgebuehr-2021


