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Die Deutschen können aufatmen: Jens Spahn richtet einen Krisenstab ein. Erst vor einigen Tagen beschwichtigte der Gesundheitsminister noch die Öffentlichkeit […]

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+++ Coronavirus: Staatsversagen auf ganzer Linie +++

+++ Coronavirus: Staatsversagen auf ganzer Linie +++

Die Deutschen können aufatmen: Jens Spahn richtet einen Krisenstab ein. Erst vor einigen Tagen beschwichtigte der Gesundheitsminister noch die Öffentlichkeit damit, dass man alles „unter Kontrolle“ hätte. „In Berlin erklärte der CDU-Politiker, die neuen Fälle, die seit Dienstag bekannt geworden seien, hätten eine neue Qualität. So sei die Infektionskette teilweise nicht nachvollziehbar, und die Kontakte der infizierten Personen ließen sich nicht zurückverfolgen. Die Hoffnung, dass diese Epidemie an Deutschland vorbeigehe, werde sich nicht erfüllen, so Spahn.“

Vor über drei Monaten wurde der erste Fall im chinesischen Wuhan bekannt. Kurze Zeit später wurde offensichtlich, dass es sich um eine ansteckende Lungenkrankheit mit langer Inkubationszeit handelt. Die deutsche Regierung schaute regungslos zu. Ende Januar erklärte die Weltgesundheitsorganisation die Epidemie zu einer „gesundheitlichen Notlage mit internationaler Tragweite“, im gleichen Zeitraum wurde die erste Infektion in Deutschland bekannt. Die Bundesregierung schaute zu. Nun, kaum vier Wochen später haben wir in Deutschland die zweit höchste Anzahl infizierter Menschen in Europa. Besonders tragisch ist ein Fall in NRW, wo eine Kindergärtnerin am Coronavirus erkrankte. Durch den täglichen Kontakt mit dutzenden Kindern, kann dies in den nächsten Tagen einen wahren Flächenbrand auslösen. Und unsere Regierung? Bildet einen Krisenstab.

Diese Epidemie offenbart die gesamte Handlungsunfähigkeit unserer Behörden: Erst werden potenzielle Gefahren nicht erkannt, dann großspurig ignoriert und selbst wenn das Haus schon brennt, wird erst noch ausgeknobelt, wer denn nun letztendlich die Feuerwehr ruft. In manchen Regionen fehlt es an Isolationszimmern, Ärzte wissen nicht, ob die Kosten für den teuren Test übernommen werden, wenn der Patient noch keine eindeutigen Symptome zeigt und darüber hinaus werden sie beim Selbstschutz im Stich gelassen – Schutzanzüge gibt es nur auf eigene Kosten. Derweil lesen die Bürger, dass ganze Ortschaften in Italien und China von der Außenwelt abgeschnitten und Dinge des täglichen Bedarfs zur Mangelware werden. Auch hier übt man sich in Deutschland in Beschwichtigungen – Notvorrat ja, Hamsterkäufe nein. Man befürchtet in Berlin eine Massenpanik. Diese hat man jedoch selbst zu verantworten, wenn man die Menschen nicht von Anfang an bedingungslos aufklärt und es verpasst im Vorfeld für ihren Schutz zu sorgen.

https://www.tagesschau.de/inland/coronavirus-deutschland-133.html