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In diesem Jahr gehen rund 6.000 alte Windkraftanlagen vom Netz und werden nach zwanzig Jahren Lebensdauer verschrottet. Die größte Herausforderung […]

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+++ Sondermüll Windkraftanlage +++

+++ Sondermüll Windkraftanlage +++

In diesem Jahr gehen rund 6.000 alte Windkraftanlagen vom Netz und werden nach zwanzig Jahren Lebensdauer verschrottet. Die größte Herausforderung stellt das Recyceln der Rotorblätter, denn diese sind aus Glasfaser bzw. bei vielen der nun stillgelegten Windrädern aus kohlefaserverstärkten Kunststoffen. Recyclinghöfe für diese Art Sondermüll scheint es in Deutschland keine zu geben und wenn, dann nehmen diese nur geringste Mengen des Problemstoffes ab. Viel zu wenig für Mengen in Industrieabmaßen.

Das Problem ist bereits so alt wie die Windkraftdebatte selbst. Die von Kritikern stets angeführten Rückbaukosten wurden Seitens der Behörden leichtfertig vom Tisch gewischt, zwanzig Jahre sind schließlich eine lange Zeit und bis dahin ist bestimmt schon jemanden eine Lösung eingefallen. Nun stehen wir also zwanzig Jahre später an diesem Punkt. Ohne Lösung.

Für den Rückbau verantwortlich sind deren Betreiber – überwiegend private Grundstückbesitzer – welche sich meist für den Bau solcher Anlagen auch noch verschuldet haben. Dass diese auch für den Rückbau ihrer maroden Anlagen und dessen Kosten verantwortlich sind, scheint vielen gar nicht bewusst zu sein. Da jede Gemeinde selber regelt, ob bereits vor der Baugenehmigung schon entsprechendes Kapital zurückgelegt werden muss, ist der Rückbau durch die meist privaten Betreiber völlig unsicher. Die Möglichkeit, dass zukünftig defekte und veraltete Windkraftanlagen unsere Natur zusätzlich belasten, ist wahrscheinlich. Noch wahrscheinlicher ist es aber, dass der Steuerzahler und Stromkunde diese Mehrkosten indirekt ebenfalls übernehmen darf.

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Abriss-alter-Windraeder-Tonnenweise-Sondermuell,windrad808.html