Wie nun bekannt wurde, erhielt das Mullahregime in Teheran bundespräsentiale Glückwünsche zum Jahrestag der „Islamischen Revolution“, obwohl dies zuvor öffentlich […]
«+++ Wenn zwei das Gleiche tun … +++

Wie nun bekannt wurde, erhielt das Mullahregime in Teheran bundespräsentiale Glückwünsche zum Jahrestag der „Islamischen Revolution“, obwohl dies zuvor öffentlich ausgeschlossen wurde [1a/b]. Von einem „Versehen“ ist die Rede. Man hätte sich kurzfristig entschlossen auf ein Telegramm zu verzichten, jedoch weiß im Schloss Bellevue scheinbar die linke Hand nicht, was die Rechte so treibt. Bereits im letzten Jahr stand Frank Walter Steinmeier nach seinem Grußwort an die Mullahs massiv in der Kritik. Im Angesicht der Vorkommnisse der letzten Monate, wie den erst geleugneten Abschuss einer Passagiermaschine oder die gezielte Ermordung von Demonstranten, hätte die Frage um mögliche Glückwünsche erst gar nicht gestellt werden dürfen.
Währenddessen wird in den anderen Ebenen Deutschlands gründlicher aufgeräumt. Der Bundesbeauftragte für Ostdeutschland, Christian Hirte, nahm seinen Hut. In einem Tweet erklärt er, die Bundeskanzlerin hätte ihm nahegelegt seinen Posten zu räumen, nach dem er – wohl einem ersten Impuls geschuldet – Thomas Kemmerich zur Wahl gratulierte [2]. Sogleich legt die Bundesministerin für Landwirtschaft, Julia Klöckner, per Tweet nach: „(…) In RLP hat ein MInister (sic) im Übrigen auch Herrn Kemmerich gratuliert. Ihn „honorig“ genannt …“ [3]. Man darf gespannt sein, wie viele Profile von unliebsamen Parteikollegen nun systematisch nach den „falschen Glückwünschen“ gescannt werden, sofern diese nicht schlau genug waren, das Beweismaterial vorher schleunigst zu löschen, denn wenn zwei das Gleiche tun, ist es dennoch nicht dasselbe …
[2] https://rp-online.de/politik/deutschland/thueringen-ostbeauftragter-der-bundesregierung-hirte-muss-zuruecktreten_aid-48837375
[3] https://twitter.com/JuliaKloeckner/status/1226100714826600448?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Etweet


